Prozessdesign und Prototyping: Jetzt wird’s konkret.
Die Umstellung auf S/4HANA ist die ideale Gelegenheit, Prozesse neu zu denken – nicht nur technisch, sondern auch im Sinne von Usability und Effizienz. Moderne Tools wie Fiori-Apps, verbesserte RF-Lösungen oder embedded EWM-Funktionalitäten eröffnen neue Möglichkeiten.
Statt Prozesse nur auf dem Papier zu skizzieren, empfehlen wir: Prototyping im Sandbox-System. So lassen sich neue Abläufe frühzeitig testen, verproben und mit den Key-Usern bewerten.
Diese fünf Dinge zahlen sich aus:
Frühzeitiger Aufbau eines realitätsnahen Testsystems mit echten Stammdaten
Enger Einbezug der operativen Teams (Lager, Versand, Produktion)
Klare Definition, welche Prozesse „in den Standard zurück“ sollen
Prüfen, wo automatisierung logistik sinnvoll ist – z. B. bei Nachschubstrategien
Dokumentation funktionaler Gaps für spätere Entwicklungsphasen
Je früher reale Prozesse durchgespielt werden, desto geringer das Risiko späterer Überraschungen im Go-live.
Datenmigration in SAP: Detailarbeit mit großer Wirkung.
Die logistische Datenmigration zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Projekt – und wird dennoch oft unterschätzt. Dabei ist sie erfolgskritisch: Nur mit vollständigen, konsistenten Daten lässt sich ein Lager stabil betreiben.
In der Praxis betrifft das unter anderem:
Materialstämme, Lagerplätze, Lagertypen
Handling Units, Bestände und offene Belege
Bewegungsdaten und Custom-Felder
Viele Unternehmen setzen hier auf das SAP Migration Cockpit – das ist sinnvoll, stößt aber im Bereich WM/EWM oft an Grenzen. LSMW-Skripte oder spezifische ABAP-Programme sind häufig notwendig.
Tipp: Datenmigration ist kein Einmal-Ereignis. Planen Sie mehrere Testläufe mit realen Szenarien ein – das erhöht die Sicherheit im Echtbetrieb deutlich.