How-to: SAP S/4HANA – Leitfaden für die logistische Umstellung.

Die Umstellung auf SAP S/4HANA ist für viele Unternehmen mehr als nur ein technisches Projekt – sie ist ein strategischer Wandel mit Auswirkungen auf alle Bereiche der Organisation. Während häufig die Module rund um Finance und Controlling im Fokus stehen, geraten die logistischen Prozesse leicht ins Hintertreffen. Dabei sind sie der Herzschlag vieler Unternehmen: Ohne funktionierende Lagerprozesse steht der Betrieb.

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Zielbild und Scope: Wie soll die Logistik der Zukunft aussehen?

Gerade in der Intralogistik ist eine saubere Umstellung entscheidend – nicht nur aus technischer Sicht, sondern vor allem prozessual. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Unternehmen ihre SAP Lagerverwaltung erfolgreich in die S/4-Welt überführen. Mit Praxisbezug, strukturiertem Vorgehen – und einem klaren Fokus auf das, was wirklich zählt. Am Anfang steht nicht die Technik, sondern eine einfache Frage: Wie soll die Logistik in der Zukunft aussehen?

In vielen Unternehmen laufen Lager- und Transportprozesse heute stabil – aber nicht unbedingt effizient. Die Umstellung auf S/4HANA ist die Gelegenheit, gewachsene Strukturen kritisch zu hinterfragen und neu zu denken. Wird weiterhin mit SAP WM im Kompatibilitätsmodus gearbeitet? Oder soll direkt auf SAP EWM Embedded oder dezentral umgestellt werden? Auch das Risiko spielt eine Rolle: Manche Unternehmen übernehmen ihre bestehenden WM-Prozesse zunächst, um erst in einem zweiten Schritt auf EWM umzusteigen. Das senkt kurzfristig die Komplexität – verzögert aber notwendige Modernisierungen.

 

Typische Fragen in dieser Phase:

  • Welche Prozesse sind heute besonders kritisch – z. B. im Lager oder in der Produktion?

  • Welche Systeme sind angebunden – z. B. Fördertechnik, Pick-by-Light oder AutoStore?

  • Welche Bereiche können direkt modernisiert werden, wo ist ein schrittweiser Übergang sinnvoll?

Fazit: Ein klar definiertes Zielbild bildet das Fundament jeder erfolgreichen Transformation – nicht nur für das Projektteam, sondern auch für Stakeholder und Fachbereiche.

Bestandsaufnahme und Analyse Ihres SAP Warehouse Managements – Was läuft heute und warum?

Bevor Sie neue Wege gehen, sollten Sie verstehen, wie Sie bisher unterwegs waren. Viele SAP Warehouse Management Prozesse sind über Jahre gewachsen – mit Eigenentwicklungen, Sonderlösungen und Workarounds.

Hier liegt enormes Potenzial: Durch die Analyse bestehender Prozesse lässt sich häufig erkennen, wo Standardisierung, Automatisierung oder Verschlankung möglich sind.

Besonders relevant sind in der Analysephase:

  • Welche Eigenentwicklungen (z. B. Z-Transaktionen, User-Exits) prägen die heutige SAP Lagerverwaltung?

  • Welche Bewegungsarten, Felder und Reports werden wirklich genutzt – und wofür?

  • Gibt es Integrationen mit Modulen wie MM, SD oder PP?

  • Welche Funktionen entfallen im S/4HANA-Umfeld oder wurden ersetzt?

Praxisbeobachtung: In fast jedem Projekt zeigt sich: Das Lager ist kein reiner SAP-Standard. Eine kritische Bereinigung spart später viel Aufwand – auch bei Schulung, Dokumentation und Support.

Umstellung auf SAP S/4HANA? Hier entlang!

Wir sind Experten in Sachen S/4HANA Integration und Migration. Lesen Sie hier weitere Ratgeber und Success Stories unserer Kunden:

14. Januar 2026

CubeDeploy: Das neue AutoStore Update-Tool für schnelle, sichere & standortübergreifende Rollouts

Mit CubeDeploy startet AutoStore in eine neue Ära der Softwarebereitstellung: Updates werden schneller, sicherer und vollständig automatisiert – ohne Downtime und ohne manuellen Aufwand. Ein einziger Installer hält das gesamte System weltweit auf dem neuesten Stand und sorgt für maximale Stabilität und IT-Effizienz.

In Kombination mit status C store:IT entsteht eine perfekt abgestimmte Verbindung zwischen AutoStore und SAP – für reibungslose Prozesse, höchste Verfügbarkeit und eine Automatisierungslandschaft, die mühelos skalierbar bleibt.

17. Dezember 2025

AutoCase von AutoStore: Wie automatisiertes Kartonhandling die Lagerlogistik transformiert

Automatisierte Lagerlogistik erreicht ein neues Level: AutoCase erweitert AutoStore um das vollautomatische Kartonhandling – vom Einlagern bis zum Versand. Damit werden Materialflüsse schneller, präziser und völlig unabhängig von manuellen Eingriffen.

Gemeinsam mit status C store:IT entsteht eine durchgängige Verbindung zwischen AutoStore und SAP – für maximale Effizienz, Skalierbarkeit und zukunftssichere Prozesse in der Intralogistik.

9. Dezember 2025

Kommissionieren mit SAP: Von Handscanner bis AutoStore

Wenn Kommissionieren heute mehr als nur Handscanner und Regalgänge bedeutet, müssen Lagerprozesse in SAP neue Maßstäbe erfüllen. Echtzeitbuchungen, transparente Bestände und eine intuitive Benutzeroberfläche sind dabei entscheidend.

Ob manuelles Picking, halbautomatische Systeme oder vollautomatische AutoStore-Integration – mit den status C Lösungen aus dem Connected Warehouse und Connected Manufacturing lassen sich alle Szenarien auf einer Plattform effizient und sicher steuern.

11. November 2025

FlexBins als Gamechanger: Mehr Flexibilität und Effizienz mit AutoStore Herbst-Update 2025

Wenn Lagerautomatisierung neue Maßstäbe setzt, heißt das: mehr Flexibilität, weniger Einschränkungen. Mit den neuen FlexBins lässt sich erstmals das volle Potenzial von AutoStore ausschöpfen – unterschiedliche Behältergrößen, maximale Raumausnutzung und effiziente Prozesse in einem System.

Gemeinsam mit status C store:IT verbinden Sie AutoStore und SAP zu einer nahtlosen, skalierbaren Lösung – für intelligente Lager, die sich Ihrem Sortiment anpassen, nicht umgekehrt.

30. Oktober 2025

Umstieg von SAP ECC 6.0 auf SAP S/4HANA

Wenn veraltete ERP-Systeme an ihre Grenzen stoßen, ist es Zeit für den nächsten Schritt: den Wechsel auf SAP S/4HANA.

Echtzeitdaten, automatisierte Prozesse und eine intuitive Fiori-Oberfläche schaffen die Basis für agile Geschäftsprozesse und fundierte Entscheidungen.

Ob Greenfield, Brownfield oder Hybridansatz – mit der richtigen Strategie und einer klaren Roadmap gelingt der Umstieg effizient, sicher und zukunftsorientiert.

20. August 2025

Cloudbasiertes Ladungsträgermanagement bei Daimler Truck

And the Innovation Award goes to: Die Daimler Truck AG, alogis und status C. Wenn über 3.500 interne und externe Nutzer an einem einzigen Wochenende auf ein neues System umziehen, dabei Cloud-Apps und SAP RPM auf einer zentralen Plattform zusammenfinden und der Zugriff über die SAP Workzone rollengesteuert erfolgt, ist höchste Präzision gefragt. Doch der Aufwand hat sich gelohnt – denn Daimler Truck verfügt nun über ein ausgezeichnetes, zukunftsfähiges Container-Managementsystem.

Prozessdesign und Prototyping: Jetzt wird’s konkret.

Die Umstellung auf S/4HANA ist die ideale Gelegenheit, Prozesse neu zu denken – nicht nur technisch, sondern auch im Sinne von Usability und Effizienz. Moderne Tools wie Fiori-Apps, verbesserte RF-Lösungen oder embedded EWM-Funktionalitäten eröffnen neue Möglichkeiten.

 

Statt Prozesse nur auf dem Papier zu skizzieren, empfehlen wir: Prototyping im Sandbox-System. So lassen sich neue Abläufe frühzeitig testen, verproben und mit den Key-Usern bewerten.

 

Diese fünf Dinge zahlen sich aus:

  1. Frühzeitiger Aufbau eines realitätsnahen Testsystems mit echten Stammdaten

  2. Enger Einbezug der operativen Teams (Lager, Versand, Produktion)

  3. Klare Definition, welche Prozesse „in den Standard zurück“ sollen

  4. Prüfen, wo automatisierung logistik sinnvoll ist – z. B. bei Nachschubstrategien

  5. Dokumentation funktionaler Gaps für spätere Entwicklungsphasen

 

Je früher reale Prozesse durchgespielt werden, desto geringer das Risiko späterer Überraschungen im Go-live.

Datenmigration in SAP: Detailarbeit mit großer Wirkung.

Die logistische Datenmigration zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Projekt – und wird dennoch oft unterschätzt. Dabei ist sie erfolgskritisch: Nur mit vollständigen, konsistenten Daten lässt sich ein Lager stabil betreiben.

 

In der Praxis betrifft das unter anderem:

  • Materialstämme, Lagerplätze, Lagertypen

  • Handling Units, Bestände und offene Belege

  • Bewegungsdaten und Custom-Felder

 

Viele Unternehmen setzen hier auf das SAP Migration Cockpit – das ist sinnvoll, stößt aber im Bereich WM/EWM oft an Grenzen. LSMW-Skripte oder spezifische ABAP-Programme sind häufig notwendig.

 

Tipp: Datenmigration ist kein Einmal-Ereignis. Planen Sie mehrere Testläufe mit realen Szenarien ein – das erhöht die Sicherheit im Echtbetrieb deutlich.

Test, Integration und Go-Live mit SAP S/4HANA.

Eine saubere Testphase entscheidet über den Erfolg der Umstellung. Und damit ist nicht der klassische Unit-Test gemeint – sondern echte End-to-End-Szenarien, wie sie im Lageralltag vorkommen:

  • Wareneingang mit HU-Handling

  • Umlagerung über Fördertechnik

  • Versand inklusive Etikettierung und Zoll

Auch die Anbindung von Subsystemen – z. B. AutoStore, Pick-by-Light, mobile Endgeräte – sollte getestet werden. Wichtig: Keine reinen „Happy Path“-Szenarien, sondern echte Varianten inkl. Ausnahmen. Gerade bei der Integration von SAP EWM Implementierung in bestehende Systemlandschaften ist eine saubere Teststrategie unerlässlich.

Das Herzstück der Planung ist die Vorbereitung:

  • Schulung der operativen Teams auf neue Oberflächen, Geräte und Prozesse

  • Cutover-Planung auf Detailebene: Wann, wie und wo werden Daten übernommen?

  • Begleitung durch Key-User und Projektteam in der Hypercare-Phase

Erfahrungsgemäß hilft ein „Soft Go-live“ mit begrenztem Umfang – z. B. in nur einem Lagerbereich – um Fehler frühzeitig zu identifizieren. Merke: Ohne funktionierende Logistik steht der Betrieb. Planen Sie für Schulung, Testing und Support mindestens genauso viel Zeit ein wie für Entwicklung und Customizing.

Fazit: Ihre Logistik verdient mehr Aufmerksamkeit.

Die Umstellung auf SAP S/4HANA ist für viele Unternehmen Pflicht. Aber sie kann auch zur Kür werden – wenn man die Chance nutzt, Lager- und Produktionsprozesse neu zu denken. Mit klaren Zielen, strukturiertem Vorgehen und dem Fokus auf das Wesentliche entstehen Lösungen, die nicht nur funktionieren – sondern begeistern. Egal ob SAP Warehouse Management, automatisierter Logistik oder digitale Intralogistik mit AutoStore: Wer früh plant und richtig priorisiert, legt den Grundstein für eine nachhaltige, zukunftsfähige Supply Chain.

Häufig gestellte Fragen zu SAP S/4HANA in der Lagerlogistik – On-Premise, Cloud und EWM einfach erklärt:

Welche Vorteile bietet SAP S/4HANA On-Premise für die Lagerlogistik?

SAP S/4HANA On-Premise ermöglicht Unternehmen die volle Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur und überzeugt durch höchste Performance im Lager. Besonders geeignet ist diese Variante für komplexe Lagerumgebungen, in denen individuelle Prozesse, z. B. mit Fördertechnik oder fahrerlosen Transportsystemen (FTS), nahtlos integriert werden sollen. Die hohe Datensicherheit, Echtzeitfähigkeit und präzise Steuerung des Materialflusses machen On-Premise zur bevorzugten Lösung in regulierten oder hochautomatisierten Bereichen.

Wie unterstützt SAP S/4HANA Cloud moderne Lagerprozesse?

SAP S/4HANA Cloud überzeugt durch Flexibilität, Skalierbarkeit und eine schnelle Implementierung. Unternehmen profitieren von einer modernen IT-Architektur, automatisierten Updates und einem transparenten Pay-per-Use-Modell. Neue Lagerstandorte lassen sich schnell anbinden – ideal für dynamisch wachsende Organisationen mit standardisierten Prozessen oder saisonalen Anforderungen.

Was macht hybride SAP-Architekturen in der Lagerlogistik besonders attraktiv?

Hybride Modelle kombinieren die Stärken beider Welten: SAP S/4HANA On-Premise wird für Echtzeitprozesse wie automatische Kommissionierung genutzt, während SAP S/4HANA Cloud Analyse-, Reporting- und Planungsprozesse übernimmt. So entsteht eine zukunftssichere IT-Landschaft, die individuell erweiterbar ist und gleichzeitig maximale Effizienz ermöglicht.

Welche Rolle spielt SAP EWM im Zusammenspiel mit SAP S/4HANA?

SAP EWM (Extended Warehouse Management) ist die moderne Lagerverwaltungssoftware von SAP und lässt sich flexibel in SAP S/4HANA integrieren – sowohl in der Cloud als auch On-Premise. Unternehmen erhalten so eine leistungsstarke Lösung zur Steuerung sämtlicher Lagerprozesse, von der Wareneingangskontrolle über die Kommissionierung bis hin zur Versandabwicklung – alles in Echtzeit und vollständig im SAP Standard.

Wie unterscheiden sich SAP WM, SAP EWM und SAP S/4HANA?

  • SAP WM war lange Zeit die Standardlösung für die Lagerverwaltung, wird jedoch abgelöst.

  • SAP EWM ist die moderne Nachfolgelösung mit erweiterten Funktionen und perfekter Integration in SAP S/4HANA.

  • SAP S/4HANA bildet das technologische Fundament der neuen SAP-Generation und ermöglicht als Plattform sowohl On-Premise- als auch Cloud-Betrieb – mit SAP EWM als flexibel einsetzbarem Baustein.