Mobile Prozesse in SAP LGM: Was heute schon mobil läuft – und was nicht.

Für ein Lager zählt nicht die schönste Oberfläche, sondern dass Mitarbeitende ihre Prozesse mobil am Punkt des Geschehens abwickeln können. Genau daran muss sich auch SAP Logistics Management (SAP LGM) messen lassen. In Teil 3 unserer Praxisreihe zeigen wir, welche Prozesse in SAP LGM bereits mobil laufen, welche technischen Voraussetzungen gelten – und wo die Grenzen liegen (Stand Juli 2026).

Dabei lernen Sie die mobile App „SAP Warehouse Logistics“ im Detail kennen: die System-Mensch-Interaktion, wie sie auf dem Lager-Shopfloor tatsächlich aussieht.

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27. Juli 2026

Mobile Prozesse in SAP LGM

SAP LGM muss sich dort beweisen, wo Lagerprozesse tatsächlich stattfinden: mobil, am Punkt des Geschehens. Die mobile App „SAP Warehouse Logistics" zeigt, wie die System-Mensch-Interaktion auf dem Shopfloor heute schon aussieht – bewusst schlank, ohne RF-Framework.

In Teil 3 unserer Praxisreihe zeigen wir, welche Prozesse in SAP LGM bereits mobil laufen – Einlagerung, Kommissionierung und Umlagerungen –, welche Voraussetzungen gelten und wo die Grenzen liegen: von der HU-Verwaltung bis zur Inventur (Stand Juli 2026).

So entsteht mit status C eine fundierte, praxisnahe Orientierung für alle, die mobile Lagerprozesse mit SAP LGM planen – bewertet am realen Funktionsstand, nicht am Marketingstand.

25. Juni 2026

SAP LGM oder SAP EWM? Für welche Lager sich die schlanke SAP-Cloud-Lösung eignet

Die wichtigste SAP-LGM-Frage ist selten „ja oder nein", sondern: Passt zu meinem Standort eher SAP LGM oder ein schlankes SAP EWM? Beide Wege lassen sich zügig einführen – doch sie führen zu unterschiedlichen Zukunftspfaden.

In Teil 2 unserer Praxisreihe liefern wir die Einordnung für Entscheider: für welche Lager sich SAP LGM eignet, wie es sich vom EWM abgrenzt und wann ein schlankes EWM die tragfähigere Wahl ist – inklusive Funktionsvergleich und Entscheidungsmatrix.

So entsteht mit status C eine fundierte, praxisnahe Orientierung für alle, die zwischen SAP LGM und SAP EWM die richtige Lösung für ihren Standort suchen.

4. Juni 2026

SAP LGM in der Praxis: Wareneingang & Einlagerung

SAP LGM ist mehr als ein weiteres SAP-Lagersystem: Die schlanke, cloud-native Lagerverwaltung bildet Prozesse wie den Wareneingang bewusst standardisiert ab – schnell ausrollbar, intuitiv und durchgängig per Fiori, am PC wie mobil.

In Teil 1 unserer Praxisreihe zeigen wir den Wareneingang inklusive Einlagerung Schritt für Schritt im echten System – mit Screenshots statt Theorie. Gleichzeitig ordnen wir ehrlich ein, wo SAP LGM heute noch an Grenzen stößt.

So entsteht mit status C eine fundierte, praxisnahe Orientierung für alle, die SAP LGM als verlässliche Ergänzung zu SAP EWM prüfen.

Welche Prozesse laufen in SAP LGM bereits mobil?

Die Kernprozesse eines Standardlagers sind in SAP LGM mobil abbildbar – wir haben alle drei im System durchgespielt:

  1. Einlagerung – Bewegen angelieferter Bestände vom Wareneingang zum Lagerplatz. In der App wird die Einlageraufgabe angezeigt; beim „Einlagern auf Sicht“ geben User den Nachlagerplatz direkt am Endgerät ein. Den vollständigen Prozess dahinter zeigen wir Schritt für Schritt in Teil 1 der Blogreihe.

  2. Kommissionierung – Entnahme von Bestand für Auslieferungen. Der mobile Prozess startet systemgeführt, über die Warteschlange oder mit der Auswahl der Lieferung.

  3. Interne Prozesse – Umlagerungen sowie eine Suchfunktion: Zu einem Produkt zeigt die App beispielsweise die Liste aller Lagerplätze mit Bestand – Informationen zu Lagerplatz oder Handling Unit (HU) lassen sich ebenso abrufen.

Voraussetzungen: Was Sie für mobile Prozesse in SAP LGM brauchen.

Der Einstieg in die mobile Arbeit mit SAP LGM ist bewusst schlank gehalten. Drei Bausteine sind erforderlich.

  • Endgeräte: Mobile Geräte (beispielsweise Smartphones) mit Android oder iOS.

  • Verbindung mit SAP LGM: Die Endgeräte werden einmalig mit SAP LGM gekoppelt und sind anschließend via Internet oder Intranet mit dem System verbunden.

  • App „SAP Warehouse Logistics“: Der Download der mobilen App ist im Google Play Store und im Apple App Store möglich.

SAP Warehouse Logistics App: Fiori statt RF-Framework

Ein wesentlicher Unterschied zu SAP EWM: SAP LGM verwendet kein SAP-eigenes RF-Framework, sondern setzt durchgängig auf browserbasierte Fiori-Apps und auf die SAP Warehouse Logistics App. Für einfache, manuelle Prozesse ist das ein Vorteil – weniger Setup, vertraute Bedienung, keine spezielle RF-Infrastruktur. Wie sich SAP LGM und SAP EWM grundsätzlich voneinander abgrenzen, lesen Sie in Teil 2 der Blogreihe.

Das überzeugt an der mobilen App für SAP LGM:

  • Kurze Einarbeitungszeiten: Die App ist schlicht gehalten und intuitiv bedienbar – sie verzichtet, wie schon in Teil 1 gezeigt, auf komplexes Ausnahmehandling und beschränkt sich auf die essenziellen Funktionen. Das ist aus unserer Sicht einer der wichtigsten Faktoren für eine hohe Akzeptanz auf dem Shopfloor und damit für eine erfolgreiche Einführung einer neuen Lagerverwaltungslösung.

  • Flexible Scanner-Wahl: Die Kamera des Endgeräts lässt sich als Scanner einsetzen – alternativ ein externer Scanner, beispielsweise ein Handrückenscanner, um Material mit beiden Händen bewegen zu können.

  • Selbstständiger Warteschlangen-Wechsel: User können eigenständig zwischen Warteschlangen (auch „Queues“ genannt) wechseln.

  • Geringer Admin-Aufwand: Die Einrichtung der mobilen App sorgt durch den bewussten Fokus auf essenzielle Einstellungen für sehr wenig administrativen Aufwand.

Grenzen: Was in SAP LGM noch nicht mobil läuft.

Ehrlich eingeordnet: Neben den bereits in dieser Blogreihe beschriebenen Lücken – etwa dem HU-Management im Wareneingang aus Teil 1 – ist auch nicht jeder Prozess heute schon vollständig mobil abgedeckt. Aktuell noch eingeschränkt sind unter anderem:

  • Komplexe HU-Verwaltung – etwa das Verpacken, Bilden oder Entnehmen von HUs. Aktuell bietet SAP LGM nur einen Packplatz in der Browseranwendung, der derzeit ausschließlich Auslieferungspositionen verpacken kann – in der SAP Warehouse Logistics App steht diese Funktion noch nicht zur Verfügung.

  • Inventur – erst vor Kurzem (24. Juni 2026) hat SAP die Inventurprozesse in SAP LGM implementiert. Eine mobile Abwicklung der Inventur ist aktuell noch nicht möglich, laut SAP-LGM-Roadmap aber für Q4 2026 vorgesehen.

  • Verifizierungssteuerung – bei der Lagerplatz- oder Produktverifizierung werden aktuell drei Buttons angezeigt, aus denen User den richtigen wählen müssen; alternativ kann der Lagerplatz zur Verifizierung gescannt werden. Lager, in denen eine echte Verifizierung – beispielsweise während der Kommissionierung – unabdingbar ist, haben derzeit keine Möglichkeit, die drei Buttons auszublenden. SAP hat eine Verifikationssteuerung für Q3 2026 angekündigt. Auch EAN-Codes lassen sich zur Verifikation des Produkts aktuell noch nicht verwenden; diese Funktion ist fest in der Entwicklung eingeplant, allerdings ohne Roadmap-Termin.

(Stand Q2/2026 – der Funktionsumfang von SAP LGM verändert sich laufend; vor einer Projektentscheidung lohnt der Blick auf die aktuelle SAP-Roadmap.)

Praxis-Einordnung: Wann SAP LGM mobil bereits trägt.

Unsere Einordnung aus der Praxis: Für einfache, manuelle Prozesse ist SAP LGM mobil bereits gut einsetzbar. Für anspruchsvollere Szenarien – etwa mit komplexer HU-Verwaltung – lohnt es sich, die kommenden Releases abzuwarten oder zu prüfen, ob ein schlankes SAP EWM die mobilen Anforderungen heute besser trifft. Wer mobile Lagerprozesse plant, sollte den realen Funktionsstand zum Projektzeitpunkt bewerten – nicht den Marketingstand.

Sie planen mobile Lagerprozesse mit SAP? Wir prüfen mit Ihnen, ob der aktuelle LGM-Funktionsstand Ihre Prozesse heute schon trägt – oder wo ein EWM-Weg sinnvoller ist.

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Aus der Projektpraxis

Mobile Prozesse auf dem Shopfloor sind unser Tagesgeschäft: Mit status C scan:IT bringen wir die mobile Datenerfassung per Barcode und RFID direkt in SAP – ohne Middleware, mit status C guide:IT die sprachgeführte Kommissionierung (Pick-by-Voice).

Was mobile Prozesse für die Akzeptanz auf dem Shopfloor bedeuten, kennen wir aus Projekten wie der EWM-S/4HANA-Integration bei DocMorris oder der AutoStore-Anbindung bei Balluff – mit einer Pick-Leistungssteigerung von bis zu 70 % und unter 30 Tagen Einführungszeit pro Standort. Aus dieser Erfahrung mit mobilen WM- und EWM-Prozessen bewerten wir die schlankere mobile Welt von SAP LGM – inklusive der ehrlichen Einordnung, wo sie heute noch an Grenzen stößt.

So geht es mit der SAP LGM Blogreihe weiter:

  • Teil 4: Integrationsaufwand & Kosten.

  • Teil 5: Auslagerung & Warenausgang (Verpacken).

  • Teil 6: Roadmap & Ausblick.

Häufige Fragen zu mobilen Prozessen in SAP LGM

Welche Prozesse laufen in SAP LGM bereits mobil?

Die Kernprozesse eines Standardlagers: Einlagerung, Kommissionierung sowie interne Prozesse wie Umlagerungen und die Suchfunktion für Informationen zu Produkt, Lagerplatz oder HU. Komplexe HU-Verwaltung und Inventur sind mobil noch nicht verfügbar (Stand Juli 2026).

Was ist die SAP Warehouse Logistics App?

Die SAP Warehouse Logistics App ist die mobile App für SAP Logistics Management (SAP LGM). Lagermitarbeitende führen damit Lageraufgaben wie Einlagerung und Kommissionierung direkt am mobilen Endgerät aus. Die App ist im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar.

Welche Geräte brauche ich für mobile Prozesse in SAP LGM?

Mobile Endgeräte mit Android oder iOS, beispielsweise Smartphones. Die Geräte werden einmalig mit SAP LGM gekoppelt und sind anschließend via Internet oder Intranet verbunden. Als Scanner dient wahlweise die Gerätekamera oder ein externer Scanner, etwa ein Handrückenscanner.

Benötigt SAP LGM ein RF-Framework wie SAP EWM?

Nein. SAP LGM verwendet kein SAP-eigenes RF-Framework, sondern setzt durchgängig auf browserbasierte Fiori-Apps und die SAP Warehouse Logistics App. Das reduziert Setup-Aufwand und Infrastruktur-Anforderungen.

Ist die Inventur in SAP LGM mobil möglich?

Noch nicht. SAP hat die Inventurprozesse am 24. Juni 2026 in SAP LGM implementiert – zunächst ohne mobile Abwicklung. Laut SAP-LGM-Roadmap ist die mobile Inventur für Q4 2026 vorgesehen.