Onboarding in der SAP-Beratung: So läuft dein Einstieg bei status C

Wie läuft das Onboarding in einer SAP-Beratung wirklich ab? Bei status C sind deine ersten sechs bis acht Wochen mit festen Terminen durchgeplant – von der SAP-EWM-Schulung bis zum ersten Projekt, begleitet von Mentor*in und Coach, die sich schon vor deinem ersten Arbeitstag bei dir melden. Wie das konkret aussieht, wer entscheidet, wer ins Team passt, und warum du deine Technik vom Laptop bis zur Maus selbst aussuchst, erklärt Sabine. Sie verantwortet bei status C das Thema Talente und Unternehmenskultur und hat den Onboarding-Prozess von Anfang an mitgestaltet. Wenn du über einen Einstieg als SAP-Berater*in bei status C nachdenkst, bekommst du hier den ehrlichen Blick hinter die Kulissen.

Zuletzt aktualisiert am 12.08.2026

Was bedeutet für dich „gutes Onboarding“ in einem Satz?

Gutes Onboarding heißt nicht nur, dass jemand versteht, was wir fachlich tun. Viel wichtiger ist das Wie: wie wir als Firma ticken, wie wir Entscheidungen treffen, wie wir zusammenarbeiten. Wer das Wie verstanden hat und im Team angekommen ist, ist gut ongeboardet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ersten 6–8 Wochen sind mit festen Terminen durchgeplant: Projekte, Schulungen, begleitete Einarbeitung.

  • Mentor*in und Coach melden sich bereits vor dem ersten Arbeitstag – fester Bestandteil des Ablaufs.

  • Keine SAP-Vorkenntnisse nötig: Eine SAP-EWM-Schulung gehört früh in den Einstiegsplan.

  • Verantwortung ab Tag 1 möglich – unabhängig von Alter, Betriebszugehörigkeit oder Berufserfahrung, auch als Werkstudent*in.

Wie war dein eigener erster Arbeitstag bei status C – und was hat sich seitdem verändert?

Ich war die zweite Mitarbeiterin in Köln. Andreas ist damals extra aus Berlin angereist, um mich zu begrüßen – das war schon etwas Besonderes. Meinen zweiten Arbeitstag habe ich dann direkt im Homeoffice verbracht, weil sonst niemand da war. Heute sind wir knapp 50 Kolleg*innen an zwei Standorten.

Manches hat sich seitdem nicht verändert: Spätestens am ersten Arbeitstag bekommst du Rechner und Handy, richtest sie gemeinsam mit Coach und Mentor*in ein, und es gibt ein kleines Willkommensgeschenk. Das finde ich nach wie vor eine schöne, wertschätzende Geste.

Verändert hat sich, dass wir mit dem Wachstum vieles professionalisiert haben. Ein Beispiel: Bei Einstellungen mit längerem Vorlauf ist es heute fester Bestandteil des Ablaufs, dass sich Mentor*in und Coach schon vor dem ersten Tag melden. Früher hing das vom persönlichen Engagement des Einzelnen ab.

Wer war damals eigentlich fürs Thema Personal zuständig – gab es da schon eine offizielle Rolle, oder bist du direkt reingerutscht?

Andreas war damals schon der Hauptansprechpartner fürs Thema Personal, und es gab eine Werkstudentin, die viel in dem Bereich gemacht hat und mit der ich am Anfang eng zusammengearbeitet habe. Tatsächlich war ich aber die erste richtige HRlerin bei status C.

Mentoring und Coaching im Onboarding: Wie läuft die Zuteilung ab?

Erster Schritt: Ein Teammitglied äußert grundsätzlich Interesse, Mentor*in oder Coach zu sein. Wenn dann ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben ist, schauen wir, welche Projekte anstehen und wer davon mit der neuen Person zusammenarbeiten könnte. Zwei Dinge sind dabei fix: Die Rolle muss passen – ein Entwickler wird nicht Mentor für einen Berater und umgekehrt – und Mentor oder Mentorin ist mindestens im ersten gemeinsamen Projekt eng dran. So findet niemand seine Ansprechperson nur im Organigramm, sondern im echten Projektalltag.

Pre-Onboarding: Was passiert vor dem ersten Arbeitstag?

Wenn der Zeitpunkt passt, laden wir neue Kolleg*innen schon vor ihrem offiziellen Start zu Sommerfest, Karneval oder Weihnachtsfeier ein. Wir denken auch an Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke. Dazu kommt die Begrüßungsmail von Coach und Mentor*in, in der auch die organisatorischen Fragen für den ersten Tag geklärt werden.

Ob das ankommt, habe ich nie systematisch abgefragt – aber mein Eindruck ist: Schon die Einladung an sich wirkt. Das Gefühl, von Anfang an mitgedacht zu werden, obwohl man offiziell noch gar nicht angefangen hat. Mitkommen muss niemand, das steht jedem frei. Aber selbst wer die Feier auslässt, freut sich hoffentlich über die Geste dahinter.

Worauf sollten neue Mitarbeiter*innen und wir als Unternehmen in den ersten Wochen besonders achten?

Vor allem darauf, nah genug dranzubleiben, und das gilt für beide Seiten. Wenn ein Mentor oder eine Mentorin zu wenig Berührungspunkte mit dem Mentee hat, fühlt sich die neue Person schnell allein gelassen und findet keinen Zugang zu den Themen. Und von der Seite der neuen Mitarbeitenden: nicht proaktiv genug sein. Bei uns solltest du nicht warten, bis Aufgaben dich finden – sondern selbst sagen: Das Thema interessiert mich, da würde ich gern mitarbeiten.

Die ersten sechs Monate ohne klassische Zielvorgaben: Woran merkst du, dass jemand gut angekommen ist?

Klar spielt es eine Rolle, dass man unsere Themen versteht und sich in SAP und Intralogistik einarbeitet. Viel entscheidender ist aber die Integration ins Team, das Verstehen unserer Unternehmenskultur und das Leben von Eigeninitiative. Bei uns gibt es Communities – interne Arbeitsgruppen, denen sich jede und jeder anschließen kann, um an Themen mitzuarbeiten, die einen interessieren. Davon lebt bei uns vieles. Wer nach ein paar Wochen in einer Community mitarbeitet und eigene Themen einbringt, ist angekommen – wer nur die eigene Aufgabe abarbeitet, noch nicht ganz.

Neue Mitarbeitende wählen ihre technische Ausstattung selbst, vom Laptop bis zur Maus. Wie kommt das an?

Ich erzähle das im Bewerbungsprozess immer als Beispiel für unsere Entscheidungskultur: Du bist Expert*in für dein eigenes Arbeitsgerät, also entscheidest du das selbst. Dahinter steckt kein Blankoscheck, sondern Vertrauen: wir gehen davon aus, dass jede und jeder mit gesundem Menschenverstand und einem Gefühl für Wirtschaftlichkeit entscheidet. Die meisten finden das cool. Manche sind anfangs unsicher, weil ihnen die Orientierung fehlt, was realistisch gebraucht wird. Die sprechen sich dann meist mit Coach oder Mentor*in ab, bevor sie bestellen.

Diese Unsicherheit ist kein Einzelfall bei der Technik. Die meisten kommen nicht aus selbstorganisierten Teams, sondern aus Strukturen, in denen Ausstattung vorgegeben wird. Am Anfang steht man deshalb im Spannungsfeld zwischen „ich kann das selbst entscheiden“ und der Frage, was angemessen ist. Das legt sich, sobald jemand ein paar Wochen im selbstorganisierten Arbeiten angekommen ist.

Einstieg ohne SAP-Vorkenntnisse: Wie geht ihr mit fehlenden SAP-Grundlagen um?

Das planen wir gezielt ein. Gerade bei Berater*innen ohne viel SAP-Erfahrung gehört eine SAP-EWM-Schulung früh in den Einstiegsplan, damit die Grundlagen im Customizing sitzen. Das ist am Anfang fordernd, wenn man vorher noch nichts davon gehört hat – zahlt sich aber in der Projektarbeit direkt aus. Die ersten sechs bis acht Wochen planen wir durch: welche Projekte laufen an, welche Schulung passt wann, wer begleitet die Einarbeitung. Von da an entwickelt sich vieles von selbst, sobald du die Kolleg*innen kennst und neue Themen entdeckst.

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Cultural Fit in der SAP-Beratung: Was unterscheidet fachlich von kulturell passend?

Fachliche Passung sieht man zum Teil im Lebenslauf, und sie kann sich entwickeln. Kulturelle Passung dagegen kaum. Im ersten Gespräch geht es deshalb bewusst nicht um Fachliches, auch wenn erfahrene Bewerber*innen gern von ihren Projekten erzählen. Mich interessiert, ob jemand zu unserer Art zu arbeiten passt und darin glücklich wird.

Der wichtigste Punkt dabei ist Begeisterungsfähigkeit. Im Idealfall für unsere Themen, aber grundsätzlich für Dinge überhaupt. Wer sich begeistern kann, hat Lust, Themen voranzubringen, nicht nur, den Job zu erledigen. Gar nicht zu uns passt klassisches Alphatier-Denken, bei dem Status und individuelle Erfolge über allem stehen. Wir brauchen Menschen, die vorangehen – aber im Team, nicht gegen das Team.

Gab es einen Fall, in dem jemand fachlich stark war, ihr euch aber trotzdem dagegen entschieden habt?

Ja, das kommt vor – meistens bei sehr erfahrenen Bewerber*innen aus klassisch hierarchischen Strukturen. Wer sich über viele Jahre eine Position erarbeitet hat, empfindet es teilweise als Rückschritt, bei uns auf einer Stufe mit Werkstudierenden zu stehen. Bei uns stehen aber alle auf einer Stufe. Wenn die Erwartung ist, sich die unliebsamen Aufgaben jetzt abnehmen lassen zu können, passt das nicht zu uns – egal, wie gut jemand fachlich ist.

Läuft das Onboarding in Köln anders als in Berlin?

Die Herausforderung in Köln: Das Team vor Ort ist kleiner, es gibt weniger Auswahl bei Mentor*innen und Coaches. Dafür ist der direkte Draht einfacher: man sieht, wer da ist, und geht die drei Schritte rüber, statt durch mehrere Etagen zu laufen. Was wir uns fürs Onboarding noch stärker vornehmen: dass neue Kolleg*innen aus Köln auch mal ein paar Tage nach Berlin kommen und umgekehrt. Einfach, um sich kennenzulernen – nicht nur wegen eines Termins.

Was sagst du jemandem, der Sorge hat, in einer SAP-Beratung nur eine Nummer zu sein?

Dass das bei uns nicht so ist – und das lässt sich konkret machen: Unabhängig von Alter, Betriebszugehörigkeit oder Berufserfahrung kannst du bei uns sofort Verantwortung übernehmen, wenn du dir das zutraust. Auch als Werkstudent*in kannst du beim Kunden vor Ort sein, wenn du willst. Wir schauen individuell, wie jemand arbeiten möchte, mit welchem Modell, in welcher Lebenssituation. Das war von Anfang an der Grundgedanke der Firma: Wie schaffen wir es, dass jede und jeder gern zur Arbeit kommt?

Wenn jemand am ersten Tag nervös zu dir kommt, was sagst du?

Ich frage zurück: Warum, was macht dich gerade nervös? Und je nach Antwort setze ich da an, ob das viele fremde Gesichter sind oder etwas anderes. Manchmal reicht es auch zu sagen: Ich zeig dir alle, komm mit.

Was ist der Satz, den du dir wünschst, dass neue Mitarbeitende nach drei Monaten über uns sagen?

Das war die beste Entscheidung, hier anzufangen.

Wenn dich das Onboarding bei status C überzeugt hat: Wir suchen immer wieder neue Kolleg*innen für Köln und Berlin – vom Trainee in der SAP-Beratung bis zu erfahrenen SAP-EWM-/WM-Berater*innen. Alle offenen Stellen findest du auf unserer Jobübersicht. Und wie der Arbeitsalltag nach dem Onboarding aussieht, zeigen dir unsere Interviews zum Alltag eines Beraters und zum Alltag einer Entwicklerin bei status C.

Einen Blick hinter die Kulissen gibt's auf unserem Blog.

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